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Less Stress – das ist die neue Zukunft

Wir können Stresssituationen nicht völlig vermeiden und gehören zu unserem Leben dazu. Stress ist ein natürlicher Vorgang, der uns hilft, Belastungssituationen zu meistern. Positiver Stress, wie zum Beispiel Vorfreude auf ein freudiges Ereignis, kann bei uns ein Glücksgefühl auslösen, schlägt dauerhafter negativer Stress auf unseren Gesundheitszustand. Die Kunst ist es, unnötigen negativen Stress zu vermeiden und falls er trotzdem da ist, die Stresshormone wieder schneller abzubauen. 

 

Jeder von uns geht unterschiedlich mit Belastungen um. Stress kann kurzfristig zu Höchstleistung antreiben und dauerhaft macht er krank.

Erhöhter Blutdruck, treibt den Herzschlag an, die Ausschüttung von Insulin wird angekurbelt, schwächt das Immunsystem und verlangsamt die Wundheilung. Zudem schlafen wir schlechter, Konzentration wird beeinträchtigt, das Denken wird blockiert und einzelne wiederkehrende Gedanken und Themen kreisen. Wir werden reizbarer, ängstlicher, niedergeschlagener, verlieren das Interesse, bis zur völligen Leere und Erschöpfung.

Wie entsteht Stress?

Stress entsteht dann, wenn wir uns den Anforderung nicht gewachsen fühlen, weil wir nicht die nötigen Ressourcen von Wissen oder Zeit haben oder weil diese Anforderung bedrohlich wirkt und in uns eine Angst von Versagen auslöst. Häufige Quellen für Dauerstress sind unter anderem: Probleme in der Partnerschaft, Krankheit und Pflegefälle in der Familie. Der Arbeitslatz und Arbeitskollegen können zum Stressfaktor werden, aber auch alltägliche Situationen im Alltag, wo wir jederzeit, immer, schnell und womöglich überall verfügbar sein sollen.

Nicht jede Person geht mit solchen Belastungen gleich um. Eigene Erwartungen, Bewertungen, Gedankenmuster, Einstellung und Druck können den Stress zusätzlich verstärken. Zu diese paaren sich die gesellschaftlichen Werten eine gute Mutter zu sein, erfolgreich in Beruf und privaten zu sein.


Nicht jeden Menschen belasten solche Situationen gleich. Eigene Zuschreibungen können den Stress verstärken. Meist sind es Bewertungen, Einstellungen oder Gedankenmuster, die wir seit langem in uns tragen: «Ich darf keine Fehler machen»; «Das wird nie gut gehen»; «ich muss die Kontrolle behalten». Auch als wichtig empfundene gesellschaftliche Werte, wie beruflichen und wirtschaftlichen Erfolg zu haben oder eine gute Mutter zu sein, verschärfen den Stress.

Anzeichen für zu viel Stress können sein?
  • Ich schlafe in der letzten Zeit schlecht.

  • Ich leide unter Verspannungen oder Rücken-, Nacken- oder Kopfschmerzen.

  • Ich fühle mich häufig müde und erschöpft.

  • Ich sorge mich rasch und brüte lange über Problemen.

  • Meine Stimmung kippt schnell und ich reagiere auch auf Kleinigkeiten gereizt.

  • Ich ziehe mich zurück und mache seltener mit Freunden ab.

  • Ich bin mehr im Geschäft als zu Hause.

  • Ich habe ein Gedankenkarusel und es nimmt kein Ende

  • Ich schmiede keine Pläne für die Zukunft mehr.

Anzeichen für Stress soll man ernst nehmen.

Erfahrungsberichte

Gedankenkarusel

Michel, erfolgreicher Manager, selbständig. Alles lief super im Geschäft, aber dennoch konnte er nicht aufhören sich Sorgen zu machen, der Erfolg könnte abreissen oder er müsse Mitarbeiter entlassen. Innerlich war er sehr angespannt und konnte nicht einschlafen, da immer wieder die selben negativen Gedanken kreisten, obwohl es keinen Anlass dafür gab. Wir haben den Ursprung ermittelt. Sein Vater ebenfalls Geschäftsmann musste nach 10 Jahren sein Geschäft schliessen, da er Konkurs melden musste. Der kleine Michel hat das mitbekommen, den Stress und Not der Eltern. Michel hat dieses Gefühl von den Eltern übernommen. Michel gab seinen Eltern das Gefühl zurück und konnte es somit verabschieden, so dass er sich wieder voll auf sein Geschäft fokusieren konnte. 

Rückenschmerzen

Patrick hat eine schwierige Zeit hinter sich. Seine Frau schwer krank und im Geschäft eine Umstrukturierung. Er gab sich Mühe, seine schwere Last von zu Hause nicht anmerken zu lassen und die Angst, dass er eventuell der nächste sein könnte, Opfer der Umstrukturierung zu sein. Er war rastlos und die innere Unruhe machte sich bemerkbar - Stress pur. Die ganze Last trug er auf seinem Rücken und verursachte ihm schmerzen. Der Auslöser fanden wir, dass er als kleiner 10 jähriger Junge die Verantwortung schon früh für seine Geschwister übernehmen musste, da seine Mama alleinerziehend war und viel arbeitete. Er musste alles machen und den Vater ersetzen. Wir haben dies mit seiner Mutter bereinigt und ihm Selbsthypnose installiert, damit er zu Ruhe kommen darf und er diese Last abgeben darf. Patrick ist glücklich darüber endlich seinen Ballast abgeworfen zu haben und sich auch Auszeiten gönnen darf ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Frau zu haben. Nur wenn es ihm gut geht, hat er auch die Energie für seine Frau und die Arbeit. 

Claudia Brändli 

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